„Über neun Pfund Unterlagen haben wir im Vorfeld zugeschickt bekommen“, berichtete Pfarrer Burkhard Kamphausen, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Krefeld-Viersen im Anschluss an die Landessynode in Bad Neuenahr Mitte Januar. „Dazu kamen viele Briefe von Einrichtungen und Häusern an alle Landessynodalen mit der Bitte, nicht bei ihnen zu sparen.“

Hintergrund: Pfarrer Manfred Rekowski, Präses der Ev. Kirche im Rheinland, hatte vergangenen Juli über ein strukturelles Defizit des landeskirchlichen Haushaltes gesprochen und angekündigt, bis 2018 insgesamt 35 Prozent einzusparen. Das entspricht etwa 20 Millionen Euro. Auf der Landessynode wurde jetzt das erste Sparpaket beschlossen – in Höhe von mehr als acht Millionen Euro.

Die Landessynode hat 214 stimmberechtigte Mitglieder, sechs davon sind Abgeordnete unseres Kirchenkreises. Von etwa 150 Vorschlägen der ursprünglichen Beschlussvorlage waren nur zehn strittig gewesen und geändert worden. Mit diesen Kürzungen wird eine Sparquote von 15 Prozent auf den Anteil am landeskirchlichen Haushalt erzielt, der aus Kirchensteuermitteln finanziert wird – knapp 60 Millionen Euro. Das ist die Höhe der Umlage, mit der die 732 Kirchengemeinden, die in der rheinischen Kirche die Kirchensteuern einnehmen, die Arbeit auf Ebene der Landeskirche finanzieren. Von diesen Kürzungsbeschlüssen sind die Kirchenkreise und Gemeinden nicht unmittelbar betroffen. Das nächste Sparpaket soll auf der nächsten Landessynode 2015 beschlossen werden. Bis dahin sollen Vorschläge erarbeitet werden, um weitere zwölf Millionen Euro aus dem landeskirchlichen Haushalt zu streichen.

„Ich fand es sehr anstrengend“, sagte Hans-Henning von Bassewitz aus Viersen – zum ersten Mal bei einer Landessynode – und fügte an: „Die Atmosphäre war sehr gut und mir fiel auf, dass in der Diskussion alle Synodalen gleichviel wert sind.“ Jeder habe seine Meinung auch in den Ausschüssen einbringen können und die Mitglieder setzten sich damit auseinander. Sehr verantwortungsbewusst habe er zudem den Umgang mit Sparmaßnahmen empfunden.

„Es war viel Vorarbeit erledigt worden“, erklärte Superintendent Kamphausen, „über strittige Punkte wurde in den Arbeitskreisen im Vorfeld beraten.“

Neben diesen Kürzungsbeschlüssen wurde in Bad Neuenahr natürlich noch weiteres beraten und entschieden. So beispielsweise:

  • Es wurde ein neuer Vizepräses gewählt: Oberkirchenrat Christoph Pistorius.
  • Intensiv hatten sich die Synodalen mit Fragen der seelsorglichen Begleitung im Zusammenhang mit Suizid beschäftigt. Am Ende beschlossen sie eine Handreichung mit der Überschrift „Niemand nimmt sich gern das Leben“.
  • Es werden 500.000 Euro für die Flüchtlingsarbeit zur Verfügung gestellt. Zudem fordert die Landessynode, dass Deutschland 100.000 Flüchtlinge aus Syrien aus humanitären Gründen aufnehmen solle.

Informationen zu den Beschlüssen unter: http://www.ekir.de/www/ueber-uns/beraten-und-beschlossen-17437.php

Termine Gemeinde

22 Mär
Gottesdienst in der Kita Himmelszelt
Freitag, 22. März 2019 09:30 - 10:00
22 Mär
Tai Chi
Freitag, 22. März 2019 10:00 - 11:00
22 Mär
Aphasiker
Freitag, 22. März 2019 14:00 - 16:00
24 Mär
24 Mär
Tea Time Music
Sonntag, 24. März 2019 16:00 - 17:00

Tageslosung

Tageslosung vom 21.03.2019
Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind.
Wir sind, Brüder und Schwestern, euretwegen getröstet worden in aller unsrer Not und Bedrängnis durch euren Glauben; denn jetzt leben wir auf, wenn ihr fest steht in dem Herrn.