Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginn, um sich in Tapferkeit und ohne Trauer in andere, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Mit jeder Presbyteriumswahl heißt es Abschied nehmen von vertrauten Gesichtern und Weggefährten/innen. Freud und Leid haben wir miteinander geteilt, um manche schwere Entscheidung gerungen, Neues auf den Weg gebracht.

Von den ausscheidenden Presbyterinnen ist Frau Christa Grauting die Dienstälteste (20 Jahre) gewesen. Sie hat zwei Pfarrer in den Ruhestand verabschiedet, zwei neue mit gewählt. Den Umbau und die Renovierung der Kirche hat sie als Finanzkirchmeisterin mitgetragen und so manches mit auf den Weg gebracht. Ihr ist es zu verdanken, dass unser Gemeindefest eine einladende Veranstaltung geblieben ist, an der viele unterschiedliche Menschen aktiv teilnehmen. Ihre offene und herzliche Art hat Menschen in unsere Gemeinde gebracht und geholfen, dass sie sich hier zu Hause fühlen. Alle ihre Aktivitäten oder Verdienste aufzuzählen, das würde wohl den gesamten Gemeindebrief füllen. Nun möchte sie sich ihrer Familie, besonders den Enkelinnen und anderen Aufgaben widmen. Wir wünschen ihr einen guten Neubeginn unter Gottes Segen.

Die Älteste im Presbyterium war Frau Friedlinde Höschel. Auch sie ist keine Unbekannte. Seit vielen Jahren leitet sie die Frauenhilfe. In unsere Arbeit im Presbyterium hat sie die Fragen, Kritik und Anregungen der Frauenhilfe und vieler anderer Gemeindemitglieder eingebracht und vertreten. So hat sie sich auch immer verstanden: als Anwältin der Gemeindeglieder. Aber sie hat auch die Anliegen des Presbyteriums an die Basis weitergeleitet. Durch ihr Engagement wurde deutlich, was es heißen kann, wenn Paulus sagt, dass die Gemeinde wie ein Körper ist, zu dem viele Glieder gehören. Auch sie hat das Gemeindefest mitgetragen und für reichlich Kuchen gesorgt. Ohne sie hätte die Liste des Kirchenkaffees viele Lücken. Ihr Spruch war immer: „Sie müssen die Leute ansprechen, sonst geht gar nichts." Wie recht sie doch hat. Wir hoffen sehr, dass sie uns weiterhin begleitet und unterstützt.

Der Jüngste, der uns verlässt ist Herr Jürgen Wollenberg. Als er vor vier Jahren angefragt wurde, ob er nicht für das Presbyterium kandidieren wolle, da schaute er zunächst sehr verwundert. „Ich habe Zweifel und will über manches noch nachdenken. Ein Vorzeigechrist bin ich nicht“, so sagte er. Doch er konnte ermutigt werden, gerade dies mit ins Presbyterium einzubringen und so die Anliegen der Menschen mit einzubringen, denen es ähnlich geht. Er hat uns manchmal zur Verzweiflung gebracht, wenn er fragte: „Was heißt das denn nun?“ Es war nicht immer einfach, Kirchensprache verstehbar zu machen. Dazu hat er uns immer wieder ermutigt und herausgefordert. Im letzten Jahr hat er die Satzung für unsere geplante Stiftung mit erstellt. Nun will er erst einmal eine Pause machen und sich anderen Aufgaben widmen. Aber grundsätzlich steht er für eine weitere Kandidatur zur Verfügung. Keine Sorge: wir fragen in vier Jahren nach!

Wir danken den Dreien sehr und wünschen Ihnen für Ihren Neubeginn den Zauber, von dem Hermann Hesse schreibt, der uns beschützt und hilft zu leben.

Termine Gemeinde

23 Jan
Männerkreis Vortrag Herr Gorski
Mittwoch, 23. Januar 2019 10:30 - 13:00
23 Jan
Sing Mit
Mittwoch, 23. Januar 2019 19:15 - 21:00
24 Jan
Schulgottesdienst 2. Klasse
Donnerstag, 24. Januar 2019 08:40 - 09:00
24 Jan
Kinderchor
Donnerstag, 24. Januar 2019 15:30 - 16:15
24 Jan
Chor
Donnerstag, 24. Januar 2019 20:00 - 22:00

Tageslosung

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