Abraham – Der Gesegnete, in dem alle Völker gesegnet werden 1.Mose 12-25 Abraham ist der Mann, der für seine Glaubenstreue gerühmt wird und in dessen ‚Gesegnetwerden‘ und ‚Segensein‘ die drei großen monotheistischen Religionen verbunden sind.

Das zeigt sich schon in seinem Namen. Abraham heißt ursprünglich Abram, hebräisch, Avr_m, mit der Bedeutung „der Vater ist erhaben“ oder „er ist erhaben in Bezug auf seinen Vater“. Der Gott Israels ändert den Namen zu Abraham was in Gen 17,5 als „Vater der Menge an Völkern“ gedeutet wird. Dabei handelt es sich nicht um eine wörtliche Übersetzung, sondern um eine Volksetymologie. Die Umbenennung dient so der biblischen Erzählung als Hinweis auf den Beginn des Bundes Gottes mit den Israeliten.

Abraham (im Islam arabisch Ibr_h_m) gilt genauso als Stammvater der Araber. Von seinem Sohn Ismael stammt der Prophet des Islam, Mohammed, ab.

Abraham wird in Ur in Chaldäa am unteren Euphrat geboren. Er ist der Sohn Terachs, der von Sem, einem Sohn Noahs, abstammt. Von den drei Söhnen Noahs, Sem, Ham und Japhet, steht die Sem-Linie unter dem Segensspruch Noahs (Gen 9,26) und wird als einzige weiter verfolgt (vgl. Gen 10,1-20).

In den Abraham-Erzählungen erscheint der Ahnvater als herumziehender Nomade, denn sein Leben ist untrennbar verbunden mit der Aufforderung, aus der Heimat fortzuziehen in ein noch unbekanntes Land, Sippe und Freunde zu verlassen. Er gibt eine Bindung auf, die für den damaligen Menschen lebenswichtig ist. Er durchquert das Land und die Wüste.

Abraham wird von Gott verheißen, dass er zu einem großen Volk werden wird, dem das genannte Land Kanaan von Gott gegeben wird. Zugleich erhält Abraham die Zusage Gottes, einen großen Namen zu bekommen (was der zahlreichen Nachkommenschaft, dem großen Volk entspricht) und ein Segen zu sein, da er von Gott gesegnet sei. Der Schöpfungssegen Gottes (vgl. Gen 1,28), der bisher allein durch Zeugung und Geburt von Generation zu Generation weitergegeben wurde, wird nun Abraham persönlich zugesprochen, wobei Abraham zum Mittler dieses Segens für die Menschheit wird (Gen 12,2-3).

Die Geschichte von Abraham und Sarah ist facettenreich und bunt. Zweimal gibt Abraham Sarah als seine Schwester aus, um nicht vom Pharao und anderen Mächtigen wegen der Schönheit seiner Frau getötet zu werden. Gott aber bewahrt Sarah.

Die Verheißung der großen Nachkommenschaft geht zunächst nicht in Erfüllung. Beide werden älter, bekommen aber kein Kind. Kinderlosigkeit bedeutet im Altertum ein schweres Los; doch er erfährt im Traum, dass Jahrhunderte später alles Land zwischen Ägypten und Euphrat seinen Nachkommen gehören wird. Der Verheißung wird nachgeholfen. So wird Ismael, Sohn ihrer Magd Hara geboren.Das führt zu Spannungen.

Die schwierigste Erzählung ist für mich die von der geforderten Opferung Isaaks. Die kaum begreifliche Geschichte ist ein Gleichnis für eine fast übermenschliche Probe und dafür, dass Gott zurückfordern kann, was er schenkt, sogar das Liebste, was ein Mensch besitzt. Aber die unmenschliche Tat wird Abraham im letzten Moment erspart. Ein Engel weist ihn an, statt seines Sohnes einen Widder zu opfern, der sich mit seinen Hörnern in einer Hecke verfangen hat. Schließlich kehrt Abraham nach Hebron zurück, wo Sarah stirbt. Die Höhle, in der sie ruht, wird später auch seine Grabstätte.

In den Abrahamserzählungen sind Zeugnisse über einen Menschen enthalten, der in einer Mischung aus Mut, Gottvertrauen und Risikobereitschaft offen für Veränderungen bleibt und eine neue Welt sucht. „Gott“, schreibt der Theologe Patrick M. Arnold, „konnte sich dem Vertrauensbeweis, um den der alte Mann ihn bat, nicht entziehen, und gab ihm wirklich seinen Segen. Der Satz „Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein“, gehört zu den geflügelten Worten der Bibel.

Abraham ist eine zentrale Identifikationsfigur in vielen heutigen Ansätzen des interreligiösen Dialogs zwischen Judentum, Christentum und Islam. Vereinigungen und Institutionen, die sich um den Frieden im Nahen Osten und um Verständigung zwischen den drei großen monotheistischen Religionen bemühen, wählen oft Abraham als Namen für ihre Institutionen.

Termine

19 Jul
Tai Chi
Datum Freitag, 19. Juli 2019 10:00 - 11:00
23 Jul
Meerbuscher Tafel
Datum Dienstag, 23. Juli 2019 11:30 - 14:00
26 Jul
Tai Chi
Datum Freitag, 26. Juli 2019 10:00 - 11:00
30 Jul
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2 Aug
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Datum Freitag, 02. August 2019 10:00 - 11:00

Tageslosung

Tageslosung vom 18.07.2019
Der HERR ist geduldig und von großer Kraft, doch ungestraft lässt er niemanden.
Erachtet die Geduld unseres Herrn für eure Rettung.