Vom 9. Dezember 2012 bis zum 27. Januar 2013 zeigte Mauga Houba-Hausherr in unserer Kirche zwölf ihrer Bilder von Polarlichtern unter dem Titel „Himmelslichter“.

Ein Himmelslicht war auch der Stern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind, als sie das Kind in der Krippe – unseren Heiland – fanden.

Mauga Houba-Hausherr sagt über sich selbst, dass Norwegen zu ihrer „dritten Heimat“ geworden ist: 1963 in Kattowitz/ Katowice, Polen, geboren, 1983 nach Deutschland emigriert – und eben Norwegen, wo sie wegen des (Polar-) Lichts jedes Jahr mehrere Wochen verbringt. „Das Polarlicht zeigt sich in Farben, die gegensätzliche Assoziationen auslösen: Mal wirken sie kühl in Grünund Türkistönen, mal wie in Flammen in Gelb bis Rot-Orange. Bewegung ist in allen Bildern, auch wenn die Motive der stillen Landschaft eher besinnlich wirken“, schrieb Verena Patel in der „Rheinischen Post“ vom 7. Dezember 2012 hierzu.

Marlies Blauth zur Ausstellung: „‘O Heiland, reiß die Himmel auf‘ – heißt das bekannte Adventslied, und das könnte so sein wie auf Mauga Houba- Hausherrs Bildern: Da reißt, wirbelt und flammt es über der Landschaft, expressiv leuchten die komplementären Farben, es ist manchmal, als würden sich übermächtige Zeichen bilden, die – so sieht es aus – im nächsten Moment schon wieder verschwunden sein werden, Himmelserscheinungen eben. ‚Es ist reine Physik und doch so voller Geheimnis, dass es uns für kurze Zeit herausführt aus dem Hier und Jetzt und uns gebannt lauschen lässt dem fernen und doch unbezweifelbaren Klang der Ewigkeit‘, heißt es in einem Text zu ihren Bildern.“

Und damit schließt sich der Kreis, denn Mauga Houba-Hausherr war eines wichtig: „Die Menschen, die in eine Kirche kommen, suchen Ruhe und Einkehr.“

Bewusst hat sie das Gemälde mit den zum Horizont führenden Weg für den zentralen Platz in der Apsis ausgewählt: „Wenn man in die Kirche kommt, kann man sich vorstellen, dass man den Weg weitergeht, über die Grenzen der Kirche hinaus. Das soll auch für die Hoffnung stehen, die das Weihnachtsfest begleitet.“